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1. Dezember

 
Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen
Text: Gustav Hermann Kletke (1813 – 1886) 1841

Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen,
Wie glänzt er festlich, lieb und mild,
Als spräch’ er: „Wollt in mir erkennen
Getreuer Hoffnung stilles Bild.“

Die Kinder stehn mit hellen Blicken,
Das Auge lacht, es lacht das Herz,
O fröhlich, seliges Entzücken,
Die Alten schauen himmelwärts.

Zwei Engel sind hereingetreten,
Kein Auge hat sie kommen sehn,
Sie geh’n zum Weihnachtstisch und beten
Und wenden wieder sich und geh’n.

Gesegnet seid ihr alten Leute,
gesegnet sei du kleine Schar,
wir bringen Gottes Segen heute,
dem braunen wie dem weißen Haar.